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Miniaturkabinett

6. Abteilung

Saum eines Waldes mit einer Brücke über einen Bach

  • Flämisch
  • um 1620
  • Kupfer
  • hmf.Pr224
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz
Waldlandschaften waren im 1. Viertel des 17. Jahrhunderts in den südlichen Niederlanden das bevorzugte Motiv der Landschaftsmalerei. Für ihre Entwicklung waren Pieter Brueghel d. Ä. (um 1525–1569) und dessen Sohn Jan Brueghel d. Ä. (1568–1625) maßgeblich. Bereits in deren frühen Kompositionen finden sich die entscheidenden Elemente, die auch der unbekannte Künstler des Prehn’schen Bildes verwendete: die Kombination von nahsichtigem Wald und Fernsicht, nebst einem markanten Baum, an dem sich diese Sichtachsen teilen, sowie einem Tümpel im Vordergrund. Auch das hölzerne Wegkreuz und die gewissermaßen in drei „Blattgeschosse“ unterteilten Hauptbäume tragen stark Brueghel’sche Züge. Haben Sie im Schatten der Bäume schon den Bauern entdeckt, der sich mit entblößtem Hinterteil hingehockt hat, um sein Geschäft zu verrichten?