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Miniaturkabinett

21. Abteilung

Waldige Anhöhe

  • unbekannt, deutsch
  • 2. Hälfte 18. Jahrhundert
  • Ölhaltige Malerei auf Leinwand, H.: 13,4 cm, B.: 20,7 cm, T.: 0,1 cm
  • hmf.Pr853
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz

Gegenstand der kleinen Landschaftsstudie ist eine Bergkuppe, die von Laub- und Nadelbäumen in unterschiedlichsten Grüntönen bewachsen ist. Bei blauem, von Schönwetterwolken verklärtem Himmel fällt gleißendes Sonnenlicht auf die Kuppe und macht das felsige Gelände erfahrbar. Hier verteilen sich winzige Staffagefiguren einer Ziegenherde mit ihrem Hirten. Treffsicher gibt der Künstler trotz der Kleinheit die Körper und Bewegungen der Tiere wieder, etwa der Zeige, die vorgereckt an einem kahlen Aste knabbert. Der Blick in ein tiefes Tal, das sich rechts befinden müsste, verschwindet ganz im Dunst. Auf seinen Stock gestützt, schaut der Hirte auf dieses Nebelmeer. Die Farbigkeit erschöpft sich in einem harmonischen Zusammenspiel vom Blau-Grau des Himmels und des Hintergrundes mit dem Grün und Braun der Bergkuppe.

In der Berglandschaft über dem Nebelmeer scheint sich in Anklängen bereits das seit den 1760er Jahren aufkommende Interesse an der Darstellung der alpenländischen Bergwelt niederzuschlagen. Es klingen auf Pr853 die pittoresk-idyllischen Züge der Schweizer Landschaften des aus Zürich stammenden und zeitweilig in Frankfurt arbeitenden Johann Caspar Huber an. Jedoch lässt sich das besprochene Bild nicht annähernd in dessen Umkreis lokalisieren. Dessen genauere regionale und zeitliche Einordnung steht weiterhin aus.

(Julia Ellinghaus, Kurzfassung: Sina Bergmann)


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