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Miniaturkabinett

28. Abteilung

Ideallandschaft mit Wasserfall

  • Johann Ludwig Ernst Morgenstern (1738-1819)
  • 1770
  • Ölhaltige Malerei auf Eiche, H.: 19,5 cm; B.: 15,2 cm; T.: 0,3cm
  • hmf.Pr407
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz
Das Gemälde gibt eine hügelige Landschaft nach der Phantasie wieder, die im Vordergrund links von hoch gewachsenen Bäumen gerahmt und durch einen kleinen herabstürzenden Wasserfall akzentuiert wird. Ein am Fuße des Wassersturzes stehender Angler und ein Kiepenträger bereichern die Komposition. Die stimmungsvolle, durch das Monogramm für Johann Ludwig Ernst Morgenstern gesicherte Ansicht folgt der Tradition idealer Landschaftskompositionen: Der Künstler verwendete die klassische Farbperspektive mit dunklem, brauntonigen Vordergrund, einem helleren Mittelgrund in Grüntönen sowie einen hell-bläulichen Hintergrund. Die Darstellung von 1770 entstand wohl während Morgensterns Zeit in der Werkstatt von Christian Georg Schütz dem Älteren, in die er im Oktober 1769 eingetreten war und in der er bis zum 22. Mai 1770 bleiben sollte.  Er staffierte dort Gemälde von Schütz und lernte vor allem dessen charakteristische Landschaftsauffassung kennen.
(Gerhard Kölsch, Kurzfassung: Sina Bergmann)