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Kleinformate

Waldbewachsene Gegend mit Figuren

  • Peter von Bemmel (tradierte Zuschreibung)
  • 18. Jahrhundert
  • Ölhaltige Malerei auf Eichenholz, H.: 12,5 cm; B.: 16,7 cm; T.: 0,5 cm
  • hmf.Pr765
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz

Ein erdiger Fahrweg nimmt die gesamte untere Bildbreite ein und führt direkt in die Tiefe einer idealen Landschaft. Links wird er von einem Gehölz begrenzt, nach rechts öffnet sich der Blick auf den gebirgigen Hintergrund. Dort liegt im Dunst am Fuße des Berges eine größere Stadt. Zahlreiche Personen bevölkern die Landstraße, welche die auf Braun und Blau beschränkte Palette der Malerei durch ihre Farbigkeit beleben.

Gestützt durch das Monogramm „P.B.“ gilt das Bildchen traditionell als Werk des Peter von Bemmel. Im Vergleich mit zwei weiteren dem Künstler zugeschriebenen Gemälden Pr766 und Pr371 ist allerdings nicht ganz überzeugend dieselbe Hand auszumachen. Grundsätzlich zeigt Pr765 ein sehr viel weniger stark ausgeprägtes Spiel von Licht und Schatten auf dem Weg im Vordergrund. Auch das Laubwerk ist hier gröber und mit größeren Strichen angegeben. Die Hintergrundbäume werden zudem aus kugelförmigen Ballen gebildet, die so in den beiden Vergleichswerken nicht zu sehen sind. Dennoch wird für die Beibehaltung der alten Zuschreibung plädiert. Die Figuren könnten von Johann Georg von Bemmel stammen, der häufig die Bilder seines Bruders staffierte.

(Julia Ellinghaus, Kurzfassung: Sina Bergmann)