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Miniaturkabinett

4. Abteilung

Die hl. Klara

  • unbekannt
  • 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts
  • Ölhaltige Malerei auf Kupfer, H: 14,4 cm; B.:10,8 cm; T.: 0,1 cm
  • hmf.Pr050
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz
Das mit „VERA S. CEARAE EFFIGIES“ unterschriebene Bildchen zeigt in einer goldenen Ornamentkartusche vor rotem Untergrund die Hl. Klara. Gegenüber der traditionellen Darstellung mit Monstranz oder Speisekelch (Ciborium), die sie als eine der eucharistischen Heiligen seit dem Barock besonders hervorhebt, sind die hier verwendeten Attribute von Lilie und Buch allgemeiner und etwas seltener zu finden. Von der Gewissheit geleitet, ihr Leben Gott zu weihen entfernte sich die 1194 in Assisi geborene Klara schon früh aus dem ritterlichen Elternhaus und gründet mit Hilfe des hl. Franz von Assisi den „Zweiten Orden  der Armen Frauen“. Während das zur selben Serie gehörende Gegenstück Pr49 nach einem Stich von Jacques Callot gearbeitet ist, ließ sich für Pr50 bislang keine exakte graphische Vorlage eruieren. Sicherlich geht die simple Darstellung aber auf ein Andachtsblättchen oder Heiligenbildchen zurück.
(Julia Ellinghaus, Kurzfassung: Sina Bergmann)