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Miniaturkabinett

4. Abteilung

Bauernhäuser vor einem Wäldchen am Fluß

  • unbekannt, deutsch
  • 18. Jahrhundert
  • Ölhaltige Malerei auf Eiche, H.: 12,2 cm; B.: 19,9 cm; T.: 0,6 cm
  • hmf.Pr239
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz
Das in  gedeckten Grün-, Blau- und Grautönen gehaltene Landschaftsbildchen bietet den Blick auf ein Gehöft, das sich auf einer Landzunge vor einem kleinen Wald befindet. Bäume und Gräser im Vordergrund werden von der Abendsonne beleuchtet, die zwischen den Häusern hindurch fällt und nicht nur die Bauten, sondern auch die pittoresken Motive wie die hier Wäsche aufhängende Frau und einen Gänse zum Wasser jagenden Jungen betont.
Die in der Literatur und in der rückseitigen Beschriftung aufgezeigte Verbindung mit Anthonie Waterloo liegt sicherlich in dem das Gehört hinterfangenden Wäldchen begründet, einem Motiv, das der Landschaftskünstler vielfach in Zeichnungen und Radierungen aufgriff. Allerdings unterscheidet sich der weite Bildausschnitt von Pr239 von den nahsichtigen Kompositionen Waterloos. Dessen Bäume treten imposant in Erscheinung und seine Darstellungen sind frei von der dem Prehn‘schen Bild eigenen Pittoreskheit, weshalb es nicht wahrscheinlich ist, dass Pr239 eine Kopie nach Waterloo ist. Die Bauernhäuser vor einem Wäldchen am Fluss sind wohl vielmehr als deutsche Arbeit des 18. Jahrhunderts anzusprechen.
(Julia Ellinghaus, Kurzfassung: Sina Bergmann)