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Miniaturkabinett

22. Abteilung

Landschaft mit befestigter Stadt und Brücke

  • Rumpf (tradierte Zuschreibung)
  • Ölhaltige Malerei auf Eiche, H.: 14,3 cm; B.: 14,8 cm; T.: 0,8 cm
  • hmf.Pr715
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz
Das fast quadratische Bildchen zeigt eine Stadt nach der Phantasie. Die Komposition wurde gemäß der alten Rückseiten-Beschriftung im Auktionskatalog von 1829 sowie von Johann David Passavant 1848 einem nicht näher spezifizierten Maler „Rumpf“ zugewiesen. Die erstere, allgemein bleibende Zuschreibung wird indes durch einen Katalogeintrag der 1818 abgehaltenen Nachlassauktion von Johann Andreas Benjamin Nothnagel bestätigt: Dieser benennt „Eine Landschaft mit schönen an einem Kanal liegenden Gebäuden, von Rumpf, Schüler von C. G. Schütz“. Er beschreibt hier nicht nur ein auffallend ähnliches Sujet, sondern auch die künstlerischen Wurzeln des besprochenen Gemäldes. Dieser Maler Rumpf lässt sich bislang nicht identifizieren, und Pr715 ist sein bis dato einziges überliefertes Werk. Es steht in Thematik und Ausgestaltung, dem bräunlich-warm gebrochene Kolorit und der Verwendung der traditionellen Farbperspektive den Arbeiten von Christian Georg Schütz dem Älteren recht nahe, bleibt qualitativ jedoch weit hinter diesen zurück. Das Prehn‘sche Bild bereichert jedenfalls unsere Kenntnis vom Umkreis des älteren Schütz und seiner Nachfolge um einen weiteren Künstler.
(Gerhard Kölsch, Kurzfassung: Sina Bergmann)

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