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Miniaturkabinett

11. Abteilung

Ein schlafender Tabuletkrämer (Affen rauben einen Krämer aus) Affen rauben einen Krämer aus
Kopie nach Pieter Brueghel d. Ä. (1525/30–1569) Pieter van der Heyden (ca. 1530–nach1584?) nach Pieter Brueghel d. Ä. (1525/30–1569)
nach 1562 1562
Tempera, Harz u. Öl (?) auf Eiche Kupferstich, 225 x 291 mm
hmf.Pr098 London, British Museum.Reg. No. 1866,0407.22
hmf, Foto: Horst Ziegenfusz © Trustees of the British Museum

Ein schlafender Tabuletkrämer (Affen rauben einen Krämer aus)

  • Kopie nach Pieter Brueghel d. Ä. (1525/30–1569)
  • nach 1562
  • Tempera, Harz u. Öl (?) auf Eiche
  • hmf.Pr098
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz
An einem Waldsaum ist ein fahrender Händler am Wegesrand eingenickt. Ein Rudel Affen hat die Gelegenheit ergriffen und treibt mit ihm und seinem Hab und Gut Schabernack. Prehn glaubte seinerzeit, das Bild sei von Albrecht Dürer (1471–1528). Tatsächlich ist es eine Kopie nach dem etwa gleichgroßen Kupferstich von Pieter van der Heyden aus dem Jahr 1562 nach einer Komposition von Pieter Brueghel d. Ä.
Als Allegorie auf die Nachlässigkeit, Faulheit und Dummheit des Menschen erfreute sich das Bildmotiv des von Affen beraubten fahrenden Händlers großer Beliebtheit. Mehrere Nachstiche erschienen im Laufe der Zeit; die seitenverkehrte und stark verkleinerte Version in der 1610 erschienenen „Emblemata Secularia“ muss Prehn bekannt gewesen sein, denn er besaß ein Exemplar des Buches. In ihm dient die Abbildung als Illustration der „Hinlässigkeit“ und wird mit folgenden Zeilen kommentiert:
So geht’s / wann der nicht recht zuschawt /
Dem das Regiment ist vertrawt:
Wann der schläfft odr durch d’Finger sicht /
So wird nirgents nichts ausgericht
Da kömpt der stolsen Affenschar /
Und verderbt alles ganz vnd gar.

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