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Miniaturkabinett

2. Abteilung

Die Beschießung Frankfurts durch die Franzosen 1796

  • Georg Karl Urlaub (1749–1811)
  • Papier und Karton
  • hmf.Pr517
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz
Das Militärbild des zeitweilig in Frankfurt a. M. und Hanau tätigen Malers Karl Georg Urlaub schildert eine Begebenheit aus den Befreiungskriegen. Auf ihrem Feldzug waren die französischen Truppen am 12. Juli 1797 nach Frankfurt gekommen und postierten sich hinter Gartenhäusern vor dem Eschenheimer und Friedberger Tor. Nach einem ersten nächtlichen Beschuss flohen viele Frankfurter aus der Stadt. In der Nacht des 13. Juli wurde um 23.00 Uhr das Feuer erneut eröffnet und setzte viele Häuser in Brand, trotzdem sie vorsorglich mit nassem Stroh ausgelegt worden waren. Da die Haubitzen über eine Stunde lang in die Stadt einschlugen, war es nicht möglich, die Brandherde zu löschen. Am härtesten traf es die Judengasse, die bis zur Hälfe niederbrannte. Das Ereignis grub sich tief in das kollektive Gedächtnis der Frankfurter ein. Karl Georg Urlaub hat es mehrfach bildlich festgehalten.