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Kleinformate

Bildnis eines Mannes mit Schwedenkragen

  • unbekannt
  • 2. Hälfte 17. Jh.
  • Ölhaltige Malerei auf Kupfer, H.: 8,9 cm; B.: 7,6 cm; T.: ca. 0,15 cm
  • hmf.Pr769
  • hmf, Foto: Horst Ziegenfusz

Der Dargestellte mit blonden, fülligen Locken und einem hochgezwirbelten Schnauzbart blickt den Betrachter mit einem müden Blick direkt an. Über dem dunklen Rock des Mannes liegt ein sehr breiter flacher Schwedenkragen, der mit einem feinen Spitzensaum verziert ist. Ein Goldbestickter (?) Gurt liegt ihm quer über der Brust – vermutlich der Schulterriemen, an dem ein Degen befestigt ist. Eine rote Bandschleife ist rechts in den Haarspitzen befestigt. Kostümgeschichtlich ist das Bildnis in das zweite Viertel des 17. Jahrhunderts einzuordnen. Tatsächlich wurde das Kostüm des dreißigjährigen Krieges bereits von der französischen Mode beeinflusst. „A-la-mode“ schmückte sich der Kavalier nicht nur mit dem umgehängten Degen, sondern auch stutzerhaft mit zahlreichen auffälligen Bändern und Schleifen im Haar und an der Kleidung.

(Julia Ellinghaus, Kurzfassung: Sina Bergmann)


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